Was ein Mikrofon ist, das wissen Sie natürlich. Aber haben Sie sich nicht auch schon mal gefragt, wie so ein Mikrofon eigentlich funktioniert? Es gibt verschiedene Arten von Mikrofonen, aber im Prinzip macht jedes aus Schallwellen elektrische Wellen. Diese lassen sich besser lenken und sie lassen sich auch durch ein Kabel transportieren. Wir wollen kurz die drei bekanntesten Mikrofontypen vorstellen.
Das dynamische Mikrofon
Am häufigsten gebräuchlich ist das dynamische Mikrofon. Es arbeitet auf der Basis der elektromagnetischen Induktion. Es entsteht also ein elektrisches Feld, weil die magnetische Flussdichte geändert wird. Beim dynamischen Mikrofon erzeugt die Geschwindigkeit der Bewegung der Membran ein Signal.
Eine Bauform des dynamischen Mikrofons ist das Tauchspulenmikrofon. Es wird sehr häufig verwendet, meist mit einem mit einem XLR-Kabel für das Mikrofon, denn es ist:
- widerstandsfähig
- hohe Schalldrücke bereiten keine Probleme
- ist günstig in der Anschaffung
- eine Spannungsversorgung ist nicht nötig
- das Mikrofon selbst ist recht leicht
- durch geringe nichtlineare Verzerrungen sind sie besonders gut für Nahaufnahmen nutzbar
Bei dieser Mikrofonart ist die Membran mit einer Tauschspule verbunden, und zwar fest. Diese Spule wird, aufgrund der Membranbewegung in einem Feld welches dauermagnetisch ist, bewegt. Durch Induktion wird so die Signalspannung hergestellt.
Nachteilig bei den Tauchspulenmikrofonen sind das nach oben hin begrenzte Wiedergabespektrum und das recht schlechte Impulsverhalten.
Das Bändchenmikrofon
Auch bei diesem Mikrofon handelt es sich um ein dynamisches. Als Membran für dieses Mikrofon wird ein Aluminiumstreifen verwendet, welcher so gefaltet wurde, dass ein Zickzack entstand. Kommt nun ein Schall an, wird durch die Bewegung im Magnetfeld eine Spannung induziert. Diese Spannung kann dann an den Enden des Aluminiumstreifens aufgefangen werden.
Diese Bändchenmikrofone haben ein gutes Impulsverhalten. Das liegt daran, dass die Membran recht leicht ist. Allerdings sind diese Mikrofone eher ungeeignet, wenn es darum geht, sehr tiefe Frequenzen aufzunehmen.
Das Kondensatormikrofon
Bei diesem Mikrofon ist es so, dass hier die Auslenkung der Membran zum Signal führt. Das ist anders als beispielsweise beim Bändchenmikrofon, wo die Membrangeschwindigkeit für das Signal maßgeblich ist.
Hierfür wird eine hauchdünne und elektrisch leitfähige Membran elektrisch isoliert vor einer Metallplatte angebracht, so wie bei einem Plattenkondensator. Trifft nun ein Schall ein, beginnt die Membran zu schwingen und verändert so die Kapazität des Kondensators.
Bild: panthermedia.net Piotr Stryjewski, René Sputh

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