Mobile Audiogeräte

Können Sie sich noch dran erinnern? Wie damals Leute mit einem Walkman oder Discman herum gerannt sind? Gerade letzteres war unglaublich lustig, wenn das Gerät nicht genug internen Speicher hatte und alle paar Sekunden beim Laufen die CD ausgesetzt hat. Doch beide Systeme waren erfolgreich und sollten, wenn es denn nach Sony gegangen wäre, von der Minidisc abgelöst werden. Diese sah auch zunächst im Kampf gegen das MP3-Format wie der Sieger aus. Damals gab es auch nicht billige MP3-Player zu kaufen, für 64 Megabyte (ja, Sie lesen richtig) musste man einen dicken Batzen Geld hinlegen. Heutzutage hat jedes Smartphone einen größeren internen Speicher.

Klanglich waren Minidisc und MP3 auf einer Höhe, aber erstere hatte den Nachteil, dass in Echtzeit aufgenommen werden musste. Zudem brachte praktisch kein Studio außer Sony schon bespielte Minidiscs raus, lediglich Leerdiscs wurden gut verkauft. Und schließlich wurden auch Speicher und Geräte im MP3-Segment größer und billiger, so dass der Verbreitung nichts mehr im Wege stand. Zusätzliche Nahrung erhielt dies noch durch die Möglichkeit im Netz an MP3s zu kommen. Lediglich in Spartenbereichen hat die Minidisc überlebt.

Heute ist das MP3-Format fast schon zum Hauptvertriebsweg für Musik geworden. Bei den Playern hat sich der Apple iPod als Marktführer herauskristallisiert. Dabei ist zwischen dem Nano zu unterscheiden, der seinen Fokus wirklich auf Musik legt und dem iPod Touch. Dieser ist ein abgespecktes iPhone und wartet mit ähnlichen Fähigkeiten auf. Eine wahre Multimediamaschine, vor allem wenn man die ersten MP3-Player zugrunde legt. Selbst die Angebotsplayer in USB-Stick-Form sind längst in Gigabytedimensionen vorgedrungen.